{"id":190,"date":"2018-02-07T01:25:58","date_gmt":"2018-02-07T00:25:58","guid":{"rendered":"http:\/\/aspienaut.de\/?p=190"},"modified":"2018-02-07T01:36:18","modified_gmt":"2018-02-07T00:36:18","slug":"schmetterlinge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aspienaut.de\/?p=190","title":{"rendered":"Schmetterlinge.."},"content":{"rendered":"<p>Manch Aspie w\u00fcrde sagen, wenn man Schmetterlinge im Bauch haben m\u00f6chte, sollte man sich Raupen in den Hintern schieben. Klingt logisch.. Ich bevorzuge aber die gel\u00e4ufigere Variante, die mich wahrscheinlich nun erwischt hat.<\/p>\n<p>Was kurz vor Silvester mit einem recht banalen Treffen zum gemeinsamen Fotografieren begann, steigerte sich in den letzten Wochen zu einer sehr intensiven Erfahrung. F\u00fcr meinen eher vorsichtigen Charakter war es schon fast zu schnell, hatte ich doch irgendwie erst vor nicht all zu langer Zeit ein &#8211; f\u00fcr mich &#8211; sehr langes Beziehungskapitel geschlossen. Doch was hatte ich zu verlieren? Ich nahm mir vor, mich von der Trennung nicht beeinflussen zu lassen und wollte mich aktiv den Herausforderungen stellen, denen man gegen\u00fcbertritt, wenn man bewusst und aktiv Menschen kennenlernen will.<\/p>\n<p>Schon das erste Treffen verspr\u00fchte diese Stimmung, die man einfach nicht hat, wenn man sich &#8220;nur&#8221; zur gemeinsamen Freizeitgestaltung trifft. Es war, als kannte man sich ewig &#8211; was nicht zuletzt auch daran lag, dass wir im Vorfeld wochenlang miteinander kommunizierten und man dabei sehr viel \u00fcber das Gegen\u00fcber erfuhr. Es gab viele Gemeinsamkeiten. In erster Linie gemeinsame Interessen und was ich teils sehr verwundernd fand: Gewisserma\u00dfen \u00e4hnliche Denk- und Handlungsweisen.<\/p>\n<p>Ich lie\u00df mich treiben auf den sanften zuckers\u00fc\u00dfen Wogen, die mir entgegenschwappten. Aus dem ersten Treffen wurden viele. Ich ging fest davon aus, dass ich nach der Trennung f\u00fcr lange Zeit taub f\u00fcr Gef\u00fchle sein w\u00fcrde, aber scheinbar irrte ich mich.<\/p>\n<p>Zum ersten Mal seit langer, langer Zeit versp\u00fcre ich wieder den Drang, mich ins Zeug zu legen, aktiv zu sein. Komischerweise bin ich nun derjenige, der einen Satz h\u00f6rte, der eigentlich sonst immer von mir kam: zu viel N\u00e4he verursacht Stress und erfordert das Aufladen der eigenen Akkus.<\/p>\n<p>Die Aussage h\u00e4tte von mir stammen k\u00f6nnen, auch wenn es mich verwundert und diese \u00c4hnlichkeit doch ein wenig erschreckt. Aber es ist Okay f\u00fcr mich. Ich f\u00fchle mich verstanden und genie\u00dfe die Zeit. Ich bin gl\u00fccklich, wenn auch etwas melancholisch, weil ich in einen Spiegel schaue, dessen Spiegelbild mir befremdlich vorkommt, weil es mir eben so vertraut ist. Und nicht zuletzt auch, weil mein Verhalten andere Menschen verletzte..<\/p>\n<p>Doch jeder Moment ist sch\u00f6n, ich sehe pl\u00f6tzlich wieder Farben, dort wo die Dunkelheit \u00fcberwog. Pl\u00f6tzlich versp\u00fcre ich Freude an Dingen, an denen ich im Laufe der letzten Jahre v\u00f6llig das Interesse verlor, zu denen ich mich letztendlich gar nicht mehr im Stande sah. Es tut gut. Es f\u00fchlt sich richtig an, aber doch ungewohnt anders. Arm in Arm einschlafen, sich nahe sein und trotzdem eine zaghafte Distanz wahren. Sich langsam von Ebene zu Ebene arbeiten und diese st\u00e4rker werdende W\u00e4rme sp\u00fcren, die vieles vergessen l\u00e4sst. Hoffnung.<\/p>\n<p>Es ist gut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manch Aspie w\u00fcrde sagen, wenn man Schmetterlinge im Bauch haben m\u00f6chte, sollte man sich Raupen in den Hintern schieben. Klingt logisch.. Ich bevorzuge aber die gel\u00e4ufigere Variante, die mich wahrscheinlich nun erwischt hat. 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