Job weg..

So wie es aussieht, habe ich nun meinen Nebenjob verloren.

Wieso? Weil ich telefonieren müsste.

Neben meinem Studium arbeite ich in einer Spedition als Staplerfahrer auf 450Eur Basis. Gegen Ende des Monats muss man dort im Büro vorstellig werden, um die Termine für die Arbeitszeiten des folgenden Monats zu klären.

Der Kollege im Büro ist seit letzter Woche nicht da (war nun mehrfach persönlich im Büro wegen meines Anliegens) und die Vertretung war im Lager unterwegs. Da ich heute außerhalb meiner Arbeitszeiten dort war, hatte ich demnach keine Sicherheitsschuhe dabei. Das Problem: Das Lager darf man nur mit Sicherheitsschuhen betreten. Hatte also keine Möglichkeit den Kollegen persönlich zu erreichen. Auf Nachfragen im Büro sagte man mir nur, ich solle mich telefonisch an den Büromenschen wenden, der seit Tagen im Homeoffice ist.

Telefonisch. Ich telefoniere nicht – zumindest nicht in meiner aktuellen mentalen Verfassung (Erläuterung folgt unten). Ergo habe ich keinerlei Arbeitszeiten für den nächsten Monat.

Es ist irrational, aber ich weiß genau, dass ich kein Wort herausbringen würde, wenn ich dort nun anrufe..

Ich drehe mich gerade völlig im Kreis. Könnte ausrasten. Vor 2 Wochen verstarb meine Oma unverhofft. Das heißt, ich muss in der Heimat noch so viel regeln und erledigen – ganz abgesehen von meiner emotionalen Situation in der ich mich befinde. Dann das Chaos im Studiumalltag durch die Coronasituation und nun die Sache mit dem Job. Zu allem Überfluss fällt aktuell auch noch meine Autismustherapie aus. Bin hier völlig auf mich allein gestellt und fahre das Schiff gerade vollends an die Wand.

Nachtrag, 24.03.20:

Wieder einmal die typische, ambivalente Weirdness.. Irgendwas brachte mich aus dem Konzept, weil es nicht so lief, wie ich es mir vorher ausmalte und schwups, drehte ich durch.

Nachdem ich eine Nacht drüber schlief, hatte ich mich wieder beruhigt und funktionierte plötzlich wieder wie ein Mensch. Ein kurzer Griff zum Telefon und alles war erledigt.

Manches kann so einfach sein.

Nichtsdestotrotz habe ich parallel dazu mögliche neue Stellen angepeilt.. Möchte so viel wie möglich an Nebenjobs im Studium mitnehmen, um Einblicke zu erlangen, zu denen ich später vielleicht keine Zeit und Möglichkeit mehr habe.

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Abschied nehmen..

Manchmal hat man Ängste, die man über Jahre vor sich herschiebt, in der Hoffnung, dass eine Situation noch lang auf sich warten lässt. Warum dann überhaupt diese Ängste und nicht einfach das Jetzt genießen? Keine Ahnung. Eine meiner größten Ängste war seit meiner Jugend die Angst vor dem Tod meiner Oma.

Schon als Jugendlicher hatte ich panische Angst davor, meine Oma zu verlieren. Allein die Tatsache, dass sie die älteste Person unserer Familie war, hielt mir immer den Gedanken vor Augen, dass sie wahrscheinlich die nächste sei, die ginge.

Dadurch, dass meine Mutter alleinerziehend war und trotz dieses Umstandes immer fleißig arbeiten ging, war es meine Oma, mit der ich die meiste Zeit als Kind verbrachte. Sie hatte für mich nie die typische Omarolle, sondern war alltäglich präsent, zog mich groß und unternahm mit mir immer irgendwelche Ausflüge.

Sie brachte mich zum Kindergarten, zur Grundschule, brachte jeden Morgen Brötchen, als ich irgendwann zur Realschule ging und war auch in den letzten Jahren ein ständiger Begleiter.

Als meine Mutter vor 16 Jahren das Haus baute, war meine Oma auch immer anwesend. Sie half, wo sie nur konnte. Sei es beim Kochen (Was sie bis zu ihrem Tod jeden Tag noch tat), oder Anfangs auch im Haus und Garten. Sogar den Rasen mähte sie, obwohl sie damals schon längst nicht mehr so gut zu Fuß war, wie sie es sich wünschte.

Gemäß dem Falle, dass ich mich wiederhole: Oma war immer da. Sie kam jeden Tag zu meiner Mutter, schmiss den Haushalt, kaufte ein und dachte nicht daran, auch nur einen Gang zurück zu schalten. Sie war einfach rastlos und zutiefst traurig, als der Körper in den letzten 3 Jahren schwächer, und die Schmerzen stärker, wurden. Trotzdem wollte und konnte sie einfach nicht anders. Sie dachte selten zuerst an sich und stellte ihre Familie stehts in den Vordergrund, während sie immer die bescheidene Rolle im Hintergrund einnahm.

Wahrscheinlich ein typischer Charakterzug einer Generation von Frauen, die den Krieg erlebten und in der Nachkriegszeit in jungen Jahren schon sehr früh erwachsen sein mussten, um zu funktionieren, um ihre Brüder und Mutter zu unterstützen, während der Vater in Russland in Gefangenschaft war.

Oma, oder Oms, wie ich sie seit meiner Kindheit nannte, war eben eine solche Person. Stark, zäh, empathisch, zutiefst sympathisch. Ein Fels in der Brandung, standfest und unkaputtbar. Immer da, wenn man sie brauchte.

In den letzten beiden Jahren merkte man, wie sehr es sie aufwühlte, dass ihr Körper nicht mehr so wollte, wie ihr Geist. Sie beklagte sich immer nur in kleinen Dosen. Freiwillig ging sie selten zum Arzt. Erst recht nicht wegen Kleinigkeiten. Sie riss sich bis zum letzten Augenblick zusammen und ließ sich nie etwas anmerken, auch wenn sie sich zum Ende viel zu viel zumutete. Die Gelenke schmerzten, die beine wurden schlapp. Dennoch ging sie jeden Tag einkaufen, fuhr Bus und kam jeden Tag ins Haus meiner Mutter, um zu kochen, die Katzen zu versorgen und letztendlich auch zu putzen (zumindest, solang sie es noch konnte).

Oms war rastlos. Sie musste einfach ständig auf Achse sein und irgendwas tun. Wenn sie sich schlecht fühlte, musste man sie regelrecht zwingen, ein bis zwei Tage bei sich zu bleiben. Und selbst das tat sie nur widerwillig. Ohne die ständige Routine wäre sie eingegangen wie eine Blume, die man in einen dunklen Schrank stellt. Mir kam es immer wieder vor, als zöge meine Oma ihre Energie aus ihrem Alltag. Sie war immer die gute Seele in der Familie, hatte ihre Prinzipien und Maximen, biss die Zähne zusammen, anstatt zu klagen.

Mit ihr konnte man über alles reden, sie war ein herzensguter Mensch und oftmals der Kitt in der Familie. Mir ist keine bewusste Situation im Kopf, in der wir uns gestritten haben. Klar gab es mal Meinungsverschiedenheiten, aber diese waren immer schnell aus der Welt.

Obwohl sie nicht mehr so konnte, wie sie wollte, war sie einfach immer da. Bis zuletzt besuchte sie mich mit meiner Mutter in Osnabrück und zeigte an allem Interesse.

Als meine Mutter das letzte Wochenende für 2 Tage nach Osnabrück kam, blieb meine Oma zuhause, um die Katzen zu verpflegen. Als wir am Samstag telefonierten, lief sie durchs ganze Haus, weil die Katzen mal wieder Verstecken spielten und sich nicht blicken ließen. Die Katzen hatten einen positiven Einfluss auf sie. Es tat gut zu sehen, wie sie in ihrer Gegenwart immer noch neue Energie schöpfte und die schmerzenden Gelenke und die damit verbundenen Schwächen etwas verdrängen konnte.

Sonntagabend, als meine Mutter wieder auf dem Weg nach Essen war, telefonierte ich noch etwa eine Stunde mit meiner Oma. Neben aktuellen Sachen, erzählte sie wieder ihre typischen Geschichten von Leuten, die schon weit vor meiner Zeit verstorben waren.. Eben typische Omageschichten, die man mindestens 4 mal im Jahr zu hören bekam.

Im Nachhinein ärgere ich mich so sehr über mich selbst, dass ich ihr nicht aufmerksam zuhörte und sie darauf hinwies, dass ich die Geschichten schon kannte.. Um ehrlich zu sein, langweilten mich die Geschichten dieses Mal, dass ich geistig abwesend war. Sie merkte es und schlug vor, dass wir das Gespräch beenden sollten.

Wir legten auf.

Wenig später erreichte meine Mutter ihr Ziel. Am Abend fuhr sie meine Oma nachhause.

Es war ein Tag wie jeder andere. Keiner, dem ich zu diesem Zeitpunkt irgendeine Bedeutung beimaß. Ein fataler Fehler, der mich immer noch zu heftigen Vorwürfen treibt, für den ich mich hassen könnte.

Als ich am Montag, den 8.3. gegen 13 Uhr aus der Uni kam, hatte ich noch Essen von meiner Oma im Kühlschrank, das sie meiner Mutter Samstagmorgen für mich mitgab. Während ich den Teller leerte, ging das Handy.

Eine – mir unbekannte – Nummer aus Gelsenkirchen. Ich ging dran. Das Evangelische Krankenhaus Gelsenkirchen meldete sie.. Wer ich sei, fragte man. Man hätte die Nummer im Portemonnaie einer Frau Dimanski gefunden. Ich konnte nicht folgen. Wieso wühlt man im Krankenhaus im Portemonnaie meiner Oma umher? Wieso ist meine Oma überhaupt im Krankenhaus?

Jetzt ging alles ganz schnell.. Ich entgegnete, dass ich der Enkel sei. Meine Oma hatte einen Zusammenbruch erlitten, während sie ihre Einkäufe tätigte. Man berichtete von halbseitigen Lähmungserscheinungen.. Scheiße. Ich war fassungslos. Ich machte mir aber Mut, indem ich meinem Gegenüber ständig sagte, dass ein Schlaganfall nicht unbedingt komplett schlimm enden müsse. Wie es ihr geht, wollte ich wissen. Ich solle mich jetzt nicht aufregen. Wieso, fragte ich. Sie verlor bereits im Rettungswagen das Bewusstsein und wurde eine Stunde lang reanimiert – vergebens. Sie ist leider verstorben, es tut uns leid, wir konnten nichts mehr für sie machen.

Ich konnte nicht glauben, was ich da hörte. Es war ein seltsamer Traum, aus dem ich aufzuwachen versuchte. Vergebens. Noch während ich das Handy, mit dem Krankenhaus in der Linken hielt, griff ich mit der Rechten zum Telefon und versuchte meine Mutter zu erreichen. In meinem Schock wählte ich ständig meine eigene Nummer, bis ich endlich die Nummer meiner Mutter zusammenbekommen hatte.

Es platzte so aus mir raus.. Mama.. Oms hatte einen Zusammenbruch, sie war sofort tot. Meine Mutter war perplex, eh ich erklären konnte, dass ich das Krankenhaus auf der anderen Leitung hatte.

Scheiße. Ich war der Erste, der davon erfuhr und hatte die Bürde, diese Information weiterzugeben.. Ich wäre in dem Augenblick am liebsten selber gestorben.

Ich schrie aus voller Seele, gab dem Krankenhaus die Nummer meiner Mutter und legte auf. Ich schrie fortwährend, trommelte gegen die Wand.

Fünf Minuten später rief meine Mutter wieder an. Wir schrien beide ins Telefon. Sie machte umgehend Feierabend und fuhr ins Krankenhaus. Ich packte meine Sachen und raste, getrieben von Emotionen und völlig blind mit knapp 200kmh durch den Regen nach Gelsenkirchen. Irrsinn.

Nach 1:15 Stunden erreichte ich schließlich das Krankenhaus. Davor stand bereits meine Mutter, tränenüberflutet. Ich wollte noch rein, aber es ging nicht mehr. Der Schockraum wurde dringend benötigt. Dafür war ich nun so gerast? Ich wollte sie sehen, unbedingt. Ich machte mir Vorwürfe.

Wir fuhren heim, es war eine ekelhafte Situation. Ich hasse Trauer, ich hasse den Schock. Ich hasse es, geliebte Menschen zu verlieren.

Wie es schien, hatte ich am Telefon mehr Informationen bekommen, als meine Mutter. Die Krankenschwester, die mich anrief, hatte ihre Informationen direkt von der RTW-Besatzung, die Ärztin, die mit meiner Mutter sprach, konnte sich nur auf rudimentäre Informationen beschränken.

Wir wussten nicht, was geschah, wo es geschah und wann es geschah.

Ich erinnerte mich, dass ich in einer lokalen Facebookgruppe bin und postete dort die Frage, ob vielleicht jemand Zeuge eines Zusammenbruchs einer alten Dame in der Einkaufsstraße des Stadtteils geworden war.

Es meldete sich tatsächlich jemand. Die Frau, die den RTW rief und als erste an Ort und Stelle war.

Ich wollte erst nicht glauben, dass sie von meiner Oma sprach, aber die Informationen ließen nichts anderes zu. Meine Oma hatte einen anderen Weg als sonst genommen, war auf dem Weg zusammengesackt. Die Frau kam auf die zu, versuchte zu helfen, doch meine Oma konnte kaum mehr sprechen und war bereits halbseitig gelähmt. Ihren Namen, ihren Hausarzt und die Adresse gingen ihr noch schwer über die Lippen, danach verlor sie das Bewusstsein.

Das waren für mich wichtige Informationen, die mir das Krankenhaus nicht geben konnte. Ich bin unendlich dankbar, dass die Frau sich auf meinen Beitrag hin meldete. Damit schloss sich für mich ein wichtiger Kreis an Informationen.

Jedoch fühlte ich mich noch schlechter, als zuvor, als ich diese Infos noch nicht hatte. Mir wurde bewusst, dass meine Oma, allein auf der Straße verstarb – allein unter Fremden. Dieser Umstand schmerzt unendlich, ich bringe diese Zeilen nur unter einem Schwall von Tränen in die Tastatur meines Laptops.

Meine Oma hätte im Kreis der Familie sterben müssen, nicht auf der Straße, womöglich noch von Gaffern beglotzt.. Sie tut mir so Leid. Es muss grausam gewesen sein, was ihr durch den Kopf ging, als ihr bewusst wurde, dass sie einen Schlaganfall erlitt, dass dieser das Ende bedeutete..

Der Gang zum Bestatter am nächsten Tag war erneut eine emotionale Katastrophe für mich. Ich halte mich kurz..Wir mussten einen Sarg aussuchen, Formalia erledigen und allerhand Dinge überlegen, die man noch auf die lange Bank schob.. Ein Grab, eine Gruft? Was sollte es werden?

Oms war immer sehr bescheiden und hatte für Opa selbst über Jahrzehnte eine Gruft, die sie bereute und schließlich aufgab. Sie wollte immer anonym bestattet werden – auch hier nur ihre Kinder im Hinterkopf, denn alles andere sei untragbar und mache zu viel Arbeit. Meine Mutter wird 63, ich wohne in Niedersachsen und weiß nicht, wo es mich hin verschlägt.. vielleicht sogar mal ins Ausland. Dann noch die Pflege eines Grabes für 25 oder 40 Jahre zu übernehmen, wäre fatal. So dachte auch Oms.

Wir fanden jedoch eine Lösung, die uns allen nicht bekannt war. Eine mehr oder weniger anonyme Bestattung unter einer Blumenwiese. Man selbst weiß, an welcher Stelle sie liegt, aber das Grab ist nicht öffentlich und wird nicht zu einer Pilgerstätte für Klatsch- und Tratschliebende Menschen, wie es damals bei meinem Opa war, als mehrere hundert Menschen zu seiner Beerdigung erschienen.

Am Nachmittag des selben Tages erhielten wir den Anruf des Bestatters, dass wir uns sie nochmal ansehen könnten. Sofort ging es Richtung Bestattungshalle. Ich hatte einen Klos im Hals, mir war schlecht. Aber ich musste sie sehen und ärgerte mich zutiefst, dass ich sie am Tag vorher im Krankenhaus nicht mehr sehen konnte.

Ich hatte Angst, sah ich hier doch zum ersten Mal einen toten Menschen.. und dann auch noch meine geliebte Oms. Es war so ein schmerzlicher Anblick, der mich paralysierte. Aber es war mir eine Lebensaufgabe, sie nocheinmal zu sehen und ihr lebewohl zu sagen. Meine Mutter sagte zwar, sie sehe aus, als schliefe sie. Aber ganz ehrlich.. Tote Menschen sehen selten aus, als lägen sie nur im Tiefschlag. Sie war schön hergemacht, hatte die Kleidung an, die wir ihr am Morgen noch aus ihrem Schrank holten. Aber dennoch tat mir der Anblick so weh. Ich verstehe es heute noch nicht, dass Oms tot ist .

Klar, sie ging auf die 90, hatte mit fast 87 Jahren ihr Leben gelebt und viel erlebt. Ich denke, sie war schon lang drauf vorbereitet. Wenn das Thema Tod kam, versuchte sie immer zu beschwichtigen. Als hätte sie nicht gewollt, dass man sich ihretwegen den Kopf zerbricht. Aber wir verdrängten das Thema immer wieder, auch wenn man sich unbewusst schon seit Jahren auf diesen Moment vorbereitete und gerade deshalb eine solche Heidenangst davor hatte.

Aber irgendwann kommt der Augenblick, in dem man loslassen muss. Doch Oms, du hast es nicht verdient, allein auf der Straße zu sterben, Es tut mir so leid und bricht mir das Herz. Der einzige Trost und somit die positive Facette ist, dass du nicht krank warst und nicht lange leiden musstest.

Aber vielleicht hast du gelitten, es aber nur nicht nach außen getragen? Vielleicht hattest du auch schon abgeschlossen und hast den Tod erwartet. Vielleicht haben wir die Signale falsch gedeutet.

Ich hätte dir noch so viel zu sagen gehabt, hatte noch so viele Fragen, hätte dir noch so gern meinen Uniabschluss gezeigt, die Urenkel geschenkt. Mama wollte mit dir im Sommer ihrer Berentung an die Ostsee fahren.. Jetzt bist du fort und hast eine so riesige Lücke hinterlassen. Wir vermissen dich, du fehlst uns.

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Ferngesteuertes, eingeschränktes Handeln.

Nach 1 1/2 Jahren in Osnabrück, habe ich endlich eine Überweisung für einen Neurologen bekommen (ok, das war am 16. Januar). Bin bislang immer zu meiner Stammneurologin ins Ruhrgebiet gefahren, jedoch schaffe ich das nicht mehr regelmäßig und sie hat zudem ihre Praxis aufgegeben (zum Nachfolger habe ich kein Vertrauensverhältnis gefunden).

Mittlerweile habe ich kaum mehr Tabletten und benötige dringend ein Rezept. War deswegen schon in den letzten Wochen öfter an besagter Praxis, jedoch konnte ich niemanden antreffen. Ergo: Ich bin ab nächste Woche ohne Venlafaxin und werde einen kalten Entzug durchmachen.

Warum?

Für mich kommt hier in Osnabrück nach langer und ausgiebiger Recherche nur eine einzige Praxis in Frage, jedoch sind die Wartezeiten immens.. (Die Gründe für die Wahl der Praxis mögen aspietypisch sein, zumindest kommt von NTs nur die Aussage „Dann gehen Sie halt zu einer anderen Praxis, gibt doch genug“ – so auch von der Frau am Thresen).

Nach der Abfuhr bin ich wortlos gegangen und stehe immer noch ohne behandelnden Neurologen und Rezept da. Klar, mir ist bewusst, dass die Wartezeiten lang sind. Jedoch habe ich es selbst zu verschulden, dass ich mich nicht eher drum kümmerte. Stattdessen bin ich lieber mehrmals vergeblich zu einer 150km entfernten Praxis gefahren.Jetzt habe ich den Salat.

Morgen bin ich wieder in der Therapie und hoffe, dass ich über diesen Weg noch etwas erreichen kann.Eine andere Praxis, als die auserwählte, kann ich mir nur sehr, sehr schwer vorstellen.

Das ist einer der Augenblicke, in denen ich mich selbst ob meiner Unfähigkeit in Situationen, die anders verlaufen, als geplant, hasse.

Aber letztendlich werde ich auch in dieser Situation einen Weg finden. Wege gibt es immer, man muss sie nur finden.

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Neues Jahr, neues Glück.

Eine ziemlich abgedroschene Floskel, doch hat der Beginn eines neuen Jahres dennoch etwas, was nach „Aufbruch“ riecht. Die Motivation, neu durchzustarten, ist definitiv da.

Meine Vorsätze für das neue Jahr sind relativ bescheiden: Einen Gang zurückschalten und sich nicht vom Stress überrollen lassen.

Aktuell befinde ich mich in der Prüfungsphase, eine Prüfung schreibe ich noch, eh ich mich erstmal auf die Semesterferien freuen kann. Da ich seit Dezember nun auch mal einen Nebenjob habe, werde ich in den kommenden Wochen mich primär auf’s Geldverdienen konzentrieren.

Zudem lief nun auch meine Therapie regulär an. Ich bin gespannt, was sich da ergibt und welche Wege sie mir öffnet.

Auch das Studium muss ich entschleunigen, um nicht komplett auszubrennen. Aber damit habe ich mich mittlerweile abgefunden. In Kombination mit der Therapie wird sich bestimmt ein akzeptabler Mittelweg finden lassen.

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Dilemma: Gruppenarbeit

Ganz großes Alptraumthema: Gruppenarbeiten im Studium.

Ich saß heute mit ~4 Leuten in einem Raum und musste diskutieren, wie ich mir meinen Part einer Präsentation vorstelle. Ich hätte am liebsten schreienderweise den Raum verlassen. Es fühlte sich an, als würden die Wände auf mich zukommen und gnadenlos zerdrücken. Genau deswegen kann ich nicht mit Menschen arbeiten..

Die Situation zeigte mir irgendwie wieder, wie autistisch ich eigentlich bin, obwohl ich nach außen relativ normal zu funktionieren scheine.. Alleine könnte ich solche Projekte viel effektiver bewältigen, so saß ich nur unproduktiv herum und konnte nichts beitragen. Das Bild, das ich dort ablieferte, möchte ich erst gar nicht vor Augen haben..Leider ist das erst der Anfang. Die nächsten Semester bestehen quasi nur noch aus solchen Gruppenarbeiten und Projekten.

Ich könnte heulen!

Ich habe Angst.

Eigentlich müsste ich nun weiter an der Präsentation arbeiten, doch haben mich die zwei Stunden mit ~vier Leuten in einem Raum so erschöpft, dass ich nun zu nichts imstande bin. Ich bin leer, ich bin ausgebrannt, ich bin kurz davor, wieder einmal von meinen Gedanken überrannt zu werden und den Kopf die nächsten Tage wieder völlig in den Sand zu stecken.

Es ist einfach fürchterlich und eine Höllenqual, mit einer banalen Selbstverständlichkeit zu Gruppenarbeiten gezwungen zu werden. Es wird von den Professoren einfach vorausgesetzt.

Schon mehrfach versuchte ich, einen Nachteilsausgleich für diese Thematik zu erlangen, in der Hoffnung für mich allein arbeiten zu dürfen.. In aller Regelmäßigkeit schreibe ich diese Thematiken in meinen Emails nieder. Leider blieben jegliche Anfragen dahingehend bei der Hochschule Osnabrück unbeantwortet. Kontinuierlich werde ich an die Nachteilsausgleiche zu den Prüfungen verwiesen. Mehr ist nicht drin? Als Autist mit sozialen Problemen hat man an dieser Hochschule leider die sprichwörtliche Arschkarte gezogen und muss sehen, wie man klarkommt.

Schwerwiegende Probleme? Ärztliche Gutachten und Diagnosen? Schwerbehindertenausweis? Scheint alles keine Relevanz zu besitzen. Bislang empfand ich keinerlei Entgegenkommen oder Unterstützung seitens der zuständigen Stellen. Lediglich in Prüfungen durfte ich Ohrstöpsel tragen. Aber das Gravierende ist diese verdammte Gruppenarbeit, zu der ich nicht imstande bin. Hier scheint es keine Lösung zu geben, die in Form von Nachteilsausgleichen mir zugute kommen kann.

Was sehr traurig ist, da es sämtliche Stellen für Inklusion, Integration und Gleichstellung gibt. Aber offensichtlich ist die gendergerechte Sprache wichtiger, als das Angebot an Unterstützungsmaßnahmen für autistische Studenten (Ja, Studenten, nicht Studierende!).

Das Einzige, was mich im Studium wirklich behindert, ist der verdammte Zwang zur sozialen Interaktion – nicht mein Autismus. Nur leider kann ich die Thematik im Alltag nicht offen kommunizieren und möchte auch nicht ständig mit der Tür ins Haus fallen oder die Rolle des Sonderlings einnehmen.

Fakt ist jedoch: Alleine kann ich viel effektiver und produktiver arbeiten. Meine Vergangenheit ist die beste Referenz dafür, dass ich ein Kämpfer bin, der seine Ziele erreicht. Aber auf die Bedürfnisse eines Einzelnen scheint es gar nicht anzukommen. So viel zum Thema Inklusion. Diese besteht nur auf dem Papier und in tollen Instagramvideos, die das Studieren mit Behinderung schmackhaft machen sollen, auch wenn die Realität einem jeden Tag ins Gesicht schlägt und man nur all zu oft dran erinnert wird, dass jeder Tag ein Kampf ist.

Ich fühle mich verdammt hilflos, so kenne ich mich gar nicht..

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Teamwork über alles!

Im aktuellen Semester gibt es ein Modul, in dem es darum geht, Aufgaben als Team, in einer Art Rallye zu lösen.. Heute ereilte mich eine Situation, wie ich sie schon unzählige Male erlebte: Ich fand kein Team und irrte alleine umher. Etwas konfus, auf jeden Fall sehr kopflos.

Während alle um mich herum bereits loszogen, um die Aufgaben zu lösen, stand ich die ersten 15 Minuten völlig hilflos und irritiert auf dem Gang, ohne mich auch nur ansatzweise konzentrieren zu können. Es war eine jener Situationen, in denen mich meine Gedanken völlig kontrollierten. Alles um mich herum wurde unausstehlich laut, jede noch so kleine Nuance wurde zu einem Tsunami, der ungehindert auf mein Hirn einbretterte. Ich begann zu schaukeln und hätte am Liebsten geheult, geschrien und mir dabei hüpfenderweise die Ohren zugehalten. Zum Glück Blieb es beim „HÄTTE“.

Jedoch zog ich trotz aller Zurückhaltung dennoch die Aufmerksamkeit einiger (fremder) Leute auf mich. Ich erweckte allerdings nicht die nötigen Kompetenzen, die mich als mögliches Teammitglied interessant machten. Viel mehr wurde ich Ziel von Gespött und Gelächter; subtile Seitenhiebe, die mehr als deutlich in meine Richtung gingen.

Ironischerweise schienen mich eben jene zu verspotten, die nahezu verzeifelt nach Lösungswegen zu ihren Aufgaben suchten – obwohl die Lösungswege so simpel waren.

Solche Situationen machen mich immer wieder traurig.

Unpraktischerweise waren viele Aufgaben so ausgelegt, dass sie eben nur als Team gelöst werden konnten. Ferner sind Lösungen zu allen Aufgaben erforderlich, um das Modul zu bestehen.

Ich fuhr heim.

Ich bin leer.

Es vergeht kaum eine Woche, in der ich solche Situationen nicht erlebe. Dieser ständige zwang zu Gruppenarbeit ist eine unsagbar schlimme Belastung für mich, die mich jedes Mal an den Rand der Verzweiflung bringt und jegliche Energie raubt. Ich gehe morgens schon mit einem Klos im Magen zur Uni, weil ich weiß, dass solche Situationen an der Tagesordnung sind. Leider bin ich dann in keinster Weise imstande, um Hilfe zu bitten. Im Gegenteil, ich ziehe mich völlig zurück und kapsel mich komplett ab.

Warum sind Menschen eine solche Qual?

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Ziel nicht erreicht: Im Studium nach nur zwei Semestern versagt?

Ich habe nun ein Problem: Auch wenn die Freude groß ist, dass ich die aktuellen Prüfungen des zweiten Semesters alle bestanden habe – zumindest die vier, die ich schrieb – habe ich nicht alle Credits erreicht, die ich erreichen musste.

Dadurch, dass mich die völlig neue Situation (quasi erster eigener Haushalt, neues Umfeld, traumatische Vorbelastung im Jahr zuvor, viele neue Menschen um mich herum, aufgeben der gewohnten Umgebung) im ersten Semester total überforderte und ich die meiste Zeit fast manisch ins Renovieren meiner Wohnung, statt ins Studieren investierte, wurden mir aus dem ersten Semester nur drei Prüfungen angerechnet.

Ich musste mir einen sicheren Heimathafen bauen, dies konnte ich nur, in dem ich die Wohnung komplett nach meinen Bedürfnissen umbaute und mich ausschließlich auf mich und meine Bedürfnisse konzentrierte. Das Letzte, was ich gebrauchen konnte, waren überfüllte Hörsäle und Menschen um mich herum.

Ergo: Von möglichen 55 Credits bin ich lediglich bei 30. Das Problem: Man benötigt mindestens 40 Credits, um überhaupt zu den Prüfungen des dritten Semesters zugelassen zu werden.

Und hier beginnt erneut der Gedankenstrudel..

Ich schaffe es momentan einfach nicht, die erforderlichen Prüfungen alle zeitnah abzulegen und schiebe deshalb – auch auf Anraten eines Psychologen – bewusst auf. Die Flut an Eindrücken, die von außen auf mich niederprasseln, ist immer noch so groß, dass ich kaum Platz im Kopf habe, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich zerdenke alles Banale und kann meine Gedanken seit einem Jahr nicht mehr nach Prioritäten sortieren und Unwichtiges ausblenden. Dadurch stehe ich seit einem Jahr autismusbedingt fast ständig kurz vor einem Burnout. Eine missverstandene Situation, ein falscher Gedanke und ich verlasse über Tage nicht das Bett – was mich abermals zurückwirft.

Ich versuche nun, die mangelnden Credits mit meiner Behinderung zu argumentieren und hoffe, dass auch hier eine Art Nachteilsausgleich akzeptiert wird.

Ansonsten könnte ich im Januar keine Prüfungen des kommenden Semesters ablegen. Ich würde mir zwar die folgenden Vorlesungen anschauen, müsste aber bis zum Sommer warten, eh ich die Prüfungen schreiben könnte. Im Sommer kämen jedoch sechs weitere Prüfungen des vierten Semesters hinzu. Womit ich bei zwölf Prüfungen wäre, für die ich lernen müsste. Mir sind selbst sechs Prüfungen pro Semester zu viel, weshalb ich bewusst maximal vier bis dato schrieb.

Unter dieser Prämisse würde ich durch die Nichtzulassung im Januar, nun für den Rest meines Studiums fortwährend jegliche Prüfungen nicht im Anschluss des jeweiligen Semesters schreiben, sondern immer im darauf folgenden Semester. Ich müsste also alles doppelt lernen.

In meiner jetzigen Situation ein absoluter Genickschuss, ohne Zukunft, in einer Situation, in der mich jede Kleinigkeit plötzlich überfordert:

  • Der eigene Haushalt; völlig allein in einer fremden Stadt.
  • Die Tatsache, dass ich es noch immer nicht geschafft habe, mir Fachärzte in Osnabrück zu suchen.
  • Die bürokratischen Hürden des Alltags.
  • Die Bafög-Finanzierung und die damit entstehenden Schulden.
  • Die Finanzierung meines Lebens, bei Überschreiten der Regelstudienzeit.
  • Die Tatsache, momentan nicht arbeitsfähig zu sein; mich nicht selbstständig finanzieren zu können.
  • Anträge auf Kostenübernahmen für Therapien.
  • Rechnungen.
  • Die – immer noch – unbekannte Stadt Osnabrück.
  • Die Tatsache, immer noch keinen Anschluss gefunden zu haben – und in meiner jetzigen mentalen Verfassung auch nicht finden werde.
  • Nicht zuletzt zerbricht mir das Studium den Kopf, insbesondere die Panik vor anstehender Projektarbeit mit Kommilitonen und die aktuelle Wahl der Module fürs WiSe, die mich einfach völlig überfordert, weil es so viele Überschneidungen gibt, die nicht logisch erscheinen.

Selbst das Einkaufen und die Planung für das Mittagessen am kommenden Tag beschäftigt mich manchmal so lang, dass wichtige Dinge keinen Platz im Kopf finden.

Nur ein kleiner Blick in meine Gedankenwelt.

Das letzte was ich nun gebrauchen kann, ist eine weitere Verzögerung des Studiums, durch nicht erreichen von Credits, wegen meiner Behinderung, die es mir momentan einfach nicht zulässt, mehr Engagement zu zeigen.

Ich weiß, dass ich in meiner Situation dringend eine Therapie benötige. Die nötigen Schritte dazu sind eingeleitet, aber ich habe Angst, dass mir die Therapie aufgrund weiterer bürokratischer Hürden und Vorgaben nicht gewährt wird. Allein deswegen kann ich seit Wochen nicht schlafen und spinne mir Situationen zusammen, die rein hypothetisch sind.

Als ich noch in der Heimat wohnte, mein gewohntes Umfeld hatte, habe ich sämtliche Abschlüsse als Jahrgangsbester absolviert, verkürzte meine Ausbildung um ein Jahr und fand mich als Überflieger in Zeitungsartikeln wieder und stand deswegen – für meinen Geschmack – viel zu oft im Mittelpunkt. Ich bin intelligent aber ich benötige – aufgrund der völlig anderen Situation momentan – einfach Zeit und keine weiteren bürokratisch festgesetzen Hürden. Unter den aktuellen Bedingungen bin ich einfach nicht in der Lage, meine Leistungen auf einem Niveau zu bieten, wie ich es eigentlich von mir gewohnt bin.

Ich habe Angst. Jeden Tag.

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Stand der Dinge

Seit Ende Juni ist es hier etwas still geworden. Damals erwägte ich, mich endlich in eine autismusspezifische Therapie zu begeben und schilderte meine Gedanken zur ersten Kontaktaufnahme via Email.

Mittlerweile sind einige Monate vergangen, in Therapie bin ich zwar noch immer nicht, aber es stand ein Berg von Bürokratie zwischen mir und meiner Zukunft.

Kurz nachdem ich im Juni den ersten Kontaktversuch startete, bekam ich einen Termin für ein erstes Gespräch. Schnell stellte sich heraus, dass ich an der richtigen Stelle angekommen war und ich füllte sämtliche Anträge aus.

Wenig später erhielt ich Post vom Sozialamt – Schock! Sozialamt? Ich? Wieso! Zu allem Überfluss forderte man von mir sämtliche private Details und Einblicke in mein komplettes finanzielles Leben der letzten fünf Jahre.

Der Grund ist simpel: Solche Therapien werden nicht von den Krankenkassen getragen, sondern ausschließlich aus öffentlicher Hand bezahlt, ergo durchs Sozialamt übernommen. Daher wird akribisch der finanzielle Background geprüft.

Unsinnigerweise schickte man mir sämtliche Standardformulare zu, die in meiner Situation eigentlich völlig irrelevant waren: Nämlich Anträge auf Wohngeld, Sozialhilfe, etcpp. Dadurch wurde ich noch mehr verunsichert und Kontaktiere die Autismusambulanz bezüglich Hilfestellungen. Ja, die Bürokratie kann mich schon sehr aus der Bahn bringen, wenn es eigentlich simpel hätte sein können.. Steuererklärungen, BaföG-Anträge, Gewerbescheine.. Alles kein Problem für mich, aber diese Anträge sprengten meinen Horizont.

Durch den erneuten Beratungstermin beim Leiter der Therapierinrichtung, fasste ich wieder mehr Mut und begab mich an das Zusammentragen der Unterlagen:

Immatrikulationsbescheinigungen, BaföG-Bescheide, Mietvertrag, Kontoauszüge der letzten sechs Monate, eine offizielle Bescheinigung der Bank über meine Kontoverhältnisse und zudem Versicherungspolicen, sogar die der Hausrat- und Haftpflichtversicherungen.

Ich brauchte fast die gesamten Semsterferien, um den Berg an Informationen und Unterlagen zusammenzutragen. Letztendlich schickte ich einen Stapel von knapp 400gr Gewicht ab. Nein, gewogen habe ich nicht, aber die Post tat dies für mich 😉

Nach rund einer Woche beginnt nun erneut also das Warten. Die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam, sehr langsam. Jedoch warte ich nun ohne Zeitdruck, denn ich habe meine Schuldigkeit getan und kann nur noch hoffen, dass ich die Therapie zeitnah beginnen kann. Letztendlich hängt davon mein Studiumserfolg ab. Denn ohne Workarounds sehe ich mich mittlerweile nicht mehr in der Lage, meine Situation zu meistern.

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