Status Quo: Ende März 2018.

Momentan befinde ich mich wieder in einem Strudel aus Gedanken. Nachdem ich das spätwinterliche „Verliebtsein“ aus rationalen Gründen recht schnell wieder einstellte, dachte ich viel an meine letzte Beziehung zurück. Erschwerend kam hinzu, dass meine Familie immer noch unter der Trennung zu leiden hat und es schmerzt, wenn ich sehe, dass andere Menschen heute noch deswegen weinen, weil angeblich ja alles so optimal war.. Naja, diese anderen Menschen sind eben nur andere Menschen, wenn auch nahestehende Verwandte, jedoch trotzdem nicht in der Lage über die beendete Beziehung zu urteilen. Es hatte alles seine Gründe und letztendlich bin ich froh, „frei“ zu sein.

Das Nachdenken wird bestärkt durch die Tatsache, dass in wenigen Wochen für mich ein neuer Lebensabschnitt beginnt und ich mit dem Abi fertig sein werde. Danach stehen Dinge an, die für mich totales Neuland sind: Umzug in eine fremde Stadt, studieren, völlig auf sich allein gestellt sein.. Ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll..

Auch die angestrebte Autismustherapie konnte ich durch den massiven Stress durch Schule und co. bislang noch nicht antreten. Angesichts der langen Genehmigungszeit durch Amtswegen wird sich das auch – zumindest im Ruhrgebiet – nicht mehr lohnen. Ich habe es nicht geschafft, auch nur den einfachsten Amtsweg zu gehen.. Ich habe es nicht geschafft, mich um etwas zu kümmern, dass mir gut täte. Ich habe wieder auf Hilfe von außen gewartet, aber diese nicht bekommen.

Ich fühle mich gerade in jeglicher Hinsicht alleingelassen. Die Schule überlebe ich kurz vorm Abi nur, weil ich stumpf geradeaus drücke, ohne auch nur einen Millimeter vom Weg abzuweichen. Es klappt, ich schreibe Bestnoten, aber habe auch meine Hänger, die sich jedoch ausgleichen lassen und kein Problem darstellen. Jedoch müssten diese Hänger nicht sein, wenn ich meinen Kopf frei hätte und zwischendurch auch mal „abschalten“ könnte. Ich bin seit Jahresbeginn nur noch auf 180, komme nicht zur Ruhe, liege bis in die Morgenstunden wach, gehe völlig übermüdet in die Schule, schlafe dort meist ein und halte einen Mittagsschlaf bis zum Abend. Der Versuch meinen Rhythmus zu ändern schlug mehrfach fehl. Habe ich wieder einen normalen Rhythmus intus, ist dieser nach dem ersten Schultag wieder komplett zerrüttet, da mich allein die Anwesenheit in der Schule so dermaßen stresst, dass ich Mittags wieder schlafen muss, um nicht komplett am Rad zu drehen.

Es ist gerade alles sehr instabil, meine Gedanken habe ich halbwegs im Griff, jedoch versucht mich eine Stimme aus meinem tiefsten Innern wieder von der Sinnlosigkeit aller Unterfangen zu überzeugen..

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