Rückblick.

Puh, ich lebe noch. Tatsächlich. In den letzten Monaten sind meine psychischen Probleme wieder stärker geworden – einzig durch äußere Faktoren (Dazu aber gleich mehr). Zwar bin ich nun erfolgreich vom Venlafaxin weg, was auch mit Abstimmung meiner Neurologin relativ unkompliziert ging, doch öffneten sich währenddessen wieder andere Baustellen.

Zum Einen war ich äußerst froh und voller Energie, als ich mein Leben wieder ohne die Fremdbestimung durch Psychopharmaka leben konnte: Während der Sommermonate habe ich viele Möglichkeiten gefunden, mich abzulenken, meinen Körper irgendwie zu pushen, bis ich einfach gar keine Zeit und Gedanken mehr für Depressionen hatte. Durchs exzessive Radfahren und ständiges Unternehmen von Ausflügen habe ich da ein probates Mittel gefunden, um über die Runden zu kommen.

Doch soviel zu den positiven Seiten.

Durch die auslaufende Bafögbewilligung musste ich den Antrag erneut einreichen. Dieses Mal jedoch – bedingt dadurch, dass ich im Studium meilenweit hinterherhinke – mit großem bürokratischen Akt.

Ich will jetzt auch gar nicht so weit ins Detail gehen. Durch mehrere Missverständnisse und Fehlkommunikation seitens Fakultätssekretariat und Bafögamt, war die Bewilligung ein vermeidbarer Stressfaktor, der mich an meine Grenzen brachte. Oft schlief ich nächtelang nicht und heulte einfach nur, weil man mir – so fühlte es sich an – unnötig und absichtlich Steine in den Weg legte.

Es fing damit an, dass ich vom Bafögamt eine Frist gesetzt bekam, an die sich das Sekretariat nicht halten wollte/konnte. Zudem erhielt ich vom Sekretariat ein Formular, das unvollständig ausgefüllt war, auf dem der Stempel fehlte. Viele Kleinigkeiten, die sich zu einem riesigen Stressberg summierten.

Letztendlich erhielt ich eine finale Deadline vom Bafögamt per 13. August. Am 10. August fand ich endlich das besagte Formular aus dem Sekretariat bei mir im Briefkasten.. Obwohl ich drum bat, es persönlich abzuholen, schickte man es dennoch stur per Post, wodurch ich die Frist nahezu vollends ausreizen musste.

Schlussendlich wurde aber alles bewilligt und die Finanzierung meiner nächsten beiden Semester ist erstmal geklärt. Im nächsten Jahr muss ich mich dann um eine andere Geldquelle bemühen und mindestens halbtags arbeiten, um den Bedarf zu decken. Aber das sollte eigentlich zu schaffen sein – Sofern ich einen neuen Job finde. In der Spedition möchte ich nämlich beim besten Willen nicht länger als nötig arbeiten. Zu viele Stressfaktoren, zu viele Reize.

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